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Vortrag über das lange Ende des Ersten Weltkriegs  
Nürnberg   -   Der   Historiker   Robert   Gerwarth,   Gründungsdirektor   des   Zentrums für   Kriegsstudien   am   University   College   in   Dublin,   spricht   in   seinem   Vortrag "Das    lange    Ende    des    Ersten    Weltkriegs.    Europa    1917    bis    1923"    über    den gewaltsamen   Übergang   Europas   vom   Krieg   zum   Frieden   und   die   Bedeutung dieser   Ereignisse   für   die   Geschichte   des   20.   Jahrhunderts.   Die   Veranstaltung beginnt   am   Donnerstag,   12.   Juli   2018,   um   19   Uhr   im   Memorium   Nürnberger Prozesse, Bärenschanzstraße 72. Die   Brutalität   des   Ersten   Weltkriegs   ist   in   der   kollektiven   Erinnerung   Europas   fest verankert.    Fast    völlig    vergessen    ist    hingegen    das    Leid,    das    die    zahlreichen Bürgerkriege,    Vertreibungen,    Pogrome    und    gewaltsamen    Auseinandersetzungen nach   dem   Waffenstillstand   vom   11.   November   1918   über   weite   Teile   des   Kontinents brachten.   Von   Russland,   der   Ukraine   und   den   Staaten   Osteuropas,   von   Deutschland und   Österreich   bis   zum   Balkan   und   in   den   Mittleren   Osten   wurde   um   das   Erbe   der zerbrechenden   Reiche   gerungen   und   für   eine   neue   politische   Ordnung   getötet.   Die nicht    enden    wollenden    Kämpfe    der    Nachkriegszeit    kosteten    nicht    nur    Millionen Menschenleben,    sie    hinterließen    unter    den    Überlebenden    ein    explosives    Erbe: schwache    Staaten,    traumatisierte    und    hasserfüllte    Bevölkerungsgruppen    sowie Politiker   und   Militärs,   die   nur   auf   die   nächste   Gelegenheit   warteten,   um   Rache   zu üben. Der   Vortrag   konzentriert   sich   besonders   auf   die   Gewalterfahrungen   der   Verlierer   des Weltkriegs     und     die     Nachfolgestaaten     der     untergegangenen     Imperien     der Hohenzollern, Habsburger, Osmanen und Romanows. Die    Veranstaltung    ist    Teil    der    Reihe    "Der    Preis    des    Friedens.    Die    Neuordnung Europas   nach   dem   Ersten   Weltkrieg",   mit   der   das   Memorium   Nürnberger   Prozesse anlässlich    des    Kriegsendes    vor    100    Jahren    die    Bedeutung    und    Folgen    der Friedensschlüsse beleuchtet. Der   Eintritt   ist   frei.   Um   Anmeldung   unter   Telefon   09   11   /   3   21-7   93   72   oder   per   E- Mail an memorium@stadt.nuernberg.de wird gebeten. >> Zurück zur Übersicht
09.07.2018
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Robert Gerwarth, ©Privat